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Lungenkrebs (Bronchialkarzinom)

 

Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) ist ein bösartiger Tumor in der Lunge, ausgehend von den Zellen der Bronchien. Der Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) wird durch Faktoren wie Zigarettenrauch und beruflicher Staubbelastung (z.B. Asbeststaub) begünstigt. Etwa 33.000 Menschen erkranken deutschlandweit jedes Jahr an Lungenkrebs. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei etwa 65 Jahren. Lungenkrebs zählt somit zur dritthäufigsten Tumorerkrankung.

 

Da Rauchen als wichtigster Risikofaktor gilt, kann man die Erkrankungswahrscheinlichkeit deutlich senken, indem man das Rauchen aufgibt oder gar nicht erst damit anfängt. Häufig wird Lungenkrebs zufällig bei einer aus anderem Grund durchgeführten Röntgenaufnahme des Brustkorbs entdeckt. Beschwerden wie anhaltender Husten und Atemnot sind frühe Symptome, blutiger Auswurf oder Gewichtsverlust treten bei fortschreitender Erkrankung auf.

 

Es werden zwei Arten von Lungenkrebs unterschieden: Das kleinzellige Karzinom und das nicht-kleinzellige Karzinom.

 

Kleinzellige Karzinome sind oft schwerer zu behandeln als die nicht-kleinzelligen, da sie frühzeitig Absiedelungen (Metastasen) in anderen Organen bilden. Kleinzellige Bronchialkarzinome machen nur etwa 15 Prozent aller Fälle von Lungenkrebs aus und haben wegen des schnellen Wachstums und der frühen Bildung von Tochtergeschwülsten eine schlechtere Prognose als die nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinome. Rund 80 Prozent der Patienten haben bei der Diagnosestellung Tochtergeschwülste (Metastasen). Nicht-kleinzellige Bronchialkarzinome wachsen meist lokal begrenzt und bilden seltener Metastasen. Ihre Heilungschancen sind daher besser als bei kleinzelligen Bronchialkarzinomen. Die operative Entfernung der Krebsgeschwulst ist hierbei das vorrangige Ziel der Therapie, was bei etwa 20 Prozent der Patienten möglich ist. Im Anschluss an die Operation oder bei nicht operablen Tumoren wird eine Chemotherapie und/oder Bestrahlung durchgeführt.

 

Sie werden nach ihrem Zellbild weiter unterteilt in:

 

1. Plattenepithelkarzinom:

Plattenepithelkarzinome machen ca. 40 Prozent aller Fälle von Lungenkrebs aus.

 

2. Adenokarzinom:

Diese haben 35 Prozent Anteil an allen Bronchialkarzinomen. Sie sind die häufigste Lungenkrebsart bei Nichtrauchern.

 

3. Großzellige Bronchialkarzinome:

Sie sind relativ selten und machen nur bis zu zehn Prozent aller Fälle von Lungenkrebs aus.

Die Therapie von Lungenkrebs besteht vorrangig aus einer Chemotherapie, die meist zu einer deutlichen Verkleinerung des Tumors führt.

 

Generell gilt:
Je frühzeitiger erste Symptome beachtet werden und eine Behandlung eingeleitet wird, desto höher sind auch die Chancen auf Heilung.