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Die Diagnose von Asthma

 

Die Krankengeschichte (Anamnese)

Häufig sind es Krankheitszeichen, wie in den frühen Morgenstunden auftretender Husten oder Atemnot, die als Grund für den Arztbesuch angegeben werden. Beim allergischen Asthma treten die Beschwerden meist zu ersten Mal in der Pollensaison oder bei Tierhaarkontakt auf.

Um feststellen zu können, ob Sie an Asthma leiden, wird der Arzt Sie zunächst danach Fragen,

  • ob in Ihrer Familie Asthma vorkommt,
  • seit wann Ihre Beschwerden bestehen,
  • wie diese sich konkret äußern
  • oder bei welchen Gelegenheiten sie auftreten.

Ihre eigenen Angaben sind für die Diagnose ebenso wichtig, wie die ärztliche Untersuchung.

 

Die Spirometrie

Ihr Arzt wird Sie dann gründlich körperlich untersuchen und bei Verdacht auf Asthma eine spezielle Untersuchung der Lungenfunktion durchführen. Hierzu lässt er Sie in ein Gerät pusten, das so genannte Spirometer. Mit dem Spirometer können zwei wichtige Werte gemessen werden, die Aufschluss über die Funktionsfähigkeit Ihrer Lunge geben. Zum einen ist dies die „Vitalkapazität“, d.h. die Menge an Luft, die Sie maximal einatmen können. Zum anderen wird die so genannte „Sekundenluft“ gemessen. Dieser Wert wird als „FEV1“ (Forcierte Expiratorisches Volumen in 1 Sekunde) bezeichnet und zeigt an, wie viel Luft Sie innerhalb einer Sekunde ausatmen können. Liegt tatsächlich ein Asthma vor, sind die Bronchien verengt und die Werte weichen von den Normalwerten einer gesunden Lungenfunktion ab. Zudem kann sich der Arzt mittels weitere Lungenfunktionstest ein Bild davon machen, ob die großen Bronchien oder eher die kleineren Atemwege verengt sind.

Typisch für ein beginnendes Asthma ist aber, dass die Werte im anfallfreien Intervall normal sin. Erst bei einem Anfall (Verschlechterung) ist die Sekundenkapazität erniedrigt, während die Vitalkapazität in der frühen Phase der Erkrankung normal bleibt.

 

Der Bronchospasmolysetest

Ein weiterer Baustein in der Asthmadiagnose kann der so genannte „Bronchospasmolysetest“ sein. Hierfür müssen Sie ein Medikament einatmen, das die verengten Bronchen eines Asthmatikers erweitert. Nach zehn Minuten wird nochmals die Sekundenkapazität gemessen. Liegt der Wert der zweiten Messung eindeutig höher, liegt die Diagnose Asthma nahe.

 

Der bronchiale Provokationstest

Zeigt die Spirometrie normale Werte, obwohl ein Verdacht auf Asthma besteht, kann Ihr Arzt einen bronchialen Provokationstest durchführen.

Er wird in einem beschwerdefreien Intervall durchgeführt und zeigt bei positiven Ausfall an, dass eine bronchiale Überempfindlichkeit besteht, die eine antientzündliche Therapie erforderlich macht. Für den Test werden die Atemwege mit möglichen Asthma auslösenden Soffen (Metacholin 0,33%) gereizt. Die Sekundenkapazität (FEV1) wird bei diesem Test vor und nach der künstlichen Reizung in 5 Stufen (Stufenprovokation) gemessen. Sinkt der FEV1 um mindestens 20 Prozent ab, ist eine Behandlung notwendig.

Eine weitere Methode, die asthmatypische Entzündung messen, ist die NO-Messung aus der Atemluft.

 


Asthma erkennen - Auf den Punkt gebracht

  • Der Verlauf Ihrer Beschwerden in der Vergangenheit (Krankengeschichte) hat Einfluss auf die Diagnose.
  • Mithilfe der Spirometrie kann die Lungenfunktion in Bezug auf Ein- und Ausatmen überprüft werden.
  • Der Bronchospasmolysetest kann die Diagnose Asthma bestätigen.
  • Ein bronchialer Provokationstest kann die Diagnose stützen.